Apokoinu

Derzeit wirbt eine Schweizer Versicherung mit „Wendesätzen“ (so die Homepage), also Sätzen, die man auf zwei verschiedene Weisen lesen kann – und das illustriert dann die Flexibilität, die auch die Firma bietet. Wie dem auch sei: Toll ist das rhetorische Mittel, das dahinter steckt, nämlich der uralte janusköpfige APOKOINU. Das ist eins von diesen wunderbar schönen Worten, die man in einer Extra-Schatulle aufbewahren sollte, ausgeschlagen mit rotem Samt, damit sie nicht zerkratzen. Und das ist eins von diesen wunderbar rätselhaften rhetorischen Mitteln, die man hegen und pflegen sollte, dass man sie nicht vergisst.
Beim Apokoinu kriegt ein Wort in der Mitte eines doppelt lesbaren Satzes zwei Jobs auf einmal, nämlich als letztes Wort des ersten Satzes und als erstes Wort des zweiten Satzes. Aber was soll das heillose Definieren, genießt das Beispiel ist einfach zu schön:
apokoinu
Insgesamt habe ich zurzeit folgende Sätze gefunden:

  • Ich werde niemals Weinbauer in der Toskana zu sein erfüllt mich total.
  • Ich möchte niemals Kinder sind für mich das Grösste.
  • Ich liebe meinen Job will ich unbedingt wechseln.
  • Ich werde niemals heiraten wir in der Kirche?
  • Es läuft hervorragend in der Firma haben wir jetzt Kurzarbeit.
  • Guten Start, lieber Herr Bögli hat uns leider wieder verlassen.
  • Ich werde niemals reich mir doch mal den Kaviar.
  • Aus der Traum wird Wirlichkeit.
  • Ich werde dich niemals verlassen Sie sich auf unsere Anwälte.
  • Ich nehme die Pille habe ich an jenem Tag vergessen.
  • Du kannst mir gestohlen bleiben wir für immer zusammen?

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