Tipps für Einleitung und Ende einer Erörterung

Ziel jeder Einleitung:

Den Leser zum Thema hinführen (so dass er entscheiden kann, ob er den Text lesen will) und sein Interesse wecken (so dass er weiterliest).

Formen der Einleitung:

  • Einordnung des Themas a) in einen größeren Zusammenhang, b) in den geschichtlichen Zusammenhang
  • Einschränkung eines weit gefassten Themas auf einige wenige Aspekte
  • Beabsichtigten Aufbau des Aufsatzes nennen
  • Definition des zentralen Begriffs der Aufgabenstellung
  • Sentenz: Satz, in dem eine allgemeingültige Erkenntnis knapp und einprägsam formuliert ist. Möglich sind auch Sprichwörter, Weisheiten, Zitate.
  • Aufhänger: Etwas, was scheinbar mit dem Thema wenig oder nichts zu tun hat, wird – um Aufmerksamkeit zu wecken – verblüffend mit dem Thema gekoppelt: Kleine Begebenheit, persönliches Erlebnis, überraschende Fragestellung usw.
  • Aktualität: Etwas erwähnen, was gerade passiert ist oder diskutiert wird.
  • „Medias in res“ („mitten in die Dinge“) gehen: Man kommt ohne Einleitung gleich zur Sache: direkt, kühl, nüchtern.

Ziel des Schlusses:

Noch einmal ganz klar machen, was man überhaupt meint. Der Leser merkt sich am besten, was er zuletzt gelesen hat!

Formen des Schlusses:

Allgemein

  • Kurze Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse.
  • Formulierung von Forderungen, dabei möglichst konkret sein.
  • Rahmen – 2. Teil (Anknüpfung an Einleitung.
  • Ausblick auf offene Fragen oder nicht behandelte Aspekte (vgl. 2. Einleitungsform: Einschränkung)

Wenn die Aufgabenstellung antithetisch formuliert war:

  • Plädoyer für die These oder die Antithese, kritische Stellungnahme
  • Kompromiss zwischen These und Antithese
  • Offenes Ende: „Der Vorhang zu – und alle Fragen offen.“ (Bertold Brecht)

Fast jede der möglichen Einleitungsformen eignet sich dazu, am Schluss bewusst wieder neu aufgegriffen und weiter zur Abrundung (Ringstruktur) verwendet zu werden. So ein Rahmen macht sich immer gut, und sei es nur um nachzuweisen, dass man den Aufsatz von Anfang bis Ende durchdacht hat.

Übrigens gelten die meisten Tipps auch für andere Aufsatzformen oder können dort mit geringen Änderungen angewandt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.