Unser Mädchen

Serie „Our Girl“ (= Eine Frau an der Front, so der dümmliche deutsche Titel); ein Siebenteiler, aus der Mediathek von arte herausgefischt.

Klappentext stimmt nicht

Ich lese ja alle möglichen Bücher, auf deren Umschlag Schachfiguren zu sehen sind. Und wenn dann auf der Rückseite noch steht, dass die beiden Protagonisten allabendlich Schach spielen und dabei zu den wesentlichen Fragen des Lebens vordringen, hält mich nichts mehr.

Stiften gehen

Stifter setzen sich für das Gemeinwesen ein? Dass ich nicht lache. Sie greifen mithilfe von allerlei Geschäftstricks ab, was zu kriegen ist und sie vermeiden mit allerlei Steuertricks, wozu auch Stiftungskonstrukte gehören, dass sie ihrer Verpflichtung für das Gemeinwesen nachkommen.

Je böser, desto besser

Wie sehr „Amok“ von Bachman alias King alle anderen Bücher zum Thema Amoklauf an Schulen überragt. Wie der Tschimborasso einen Misthaufen. Weil er böse ist und nur auf den Horror aus ist, der in diesem Kontext auch einmal das Wichtigste scheint.

Zwielichtige Gestalten

Es fällt auf, wie oft Roger Willemsen vom Zwielicht redet, von den Sonnenlichtflecken, die über die Rednerbühne wandern, die Regierungsbank streifen und im Kunstlicht vergehen, wenn alles verbleicht und unkenntlich wird im rhetorischen Fingerhakeln.

Zocken ohne Ende = schöne Ferien!

Media Markt ist schlau und weiß, was Jungs in den Sommerferien machen. Daher wird Berlin pünktlich zum Ferienbeginn mit den richtigen Plakaten gepflastert. Drei neue Spiele, jeweils zwei Wochen zum Durchzocken, und schon sind wir im September angekommen.

Das Ende der Megamaschine

Da hat jemand ein wichtiges Buch geschrieben, der beim Grips Theater gearbeitet hat. Fabian Scheidler, der so gegen den Mainstream denken kann, weil er nicht geradeaus zu gehen gezwungen ist.

Un hold-up

C’était vendredi après-midi dans une banque. Beaucoup de gens attendaient dans la salle. Ils voulaient retirer de l’argent pour le week-end. Il y avait aussi un homme qui portait des lunettes de soleil.